26.09.2007
“iPhone” und “Aiphone” in Japan
Das iPhone auf den Markt zu bringen, scheint unter markenrechtlichen Gesichtspunkten kein Leichtes für Apple zu sein: Zunächst wurde die Firma wegen einer möglichen Markenverletzung von Cisco Systems in den USA verklagt, nun meldet sich auch ein japanisches Unternehmen, um Apple auf auf eine mögliche Markenverletzung aufmerksam zu machen. Es handelt sich um die Aiphone Co., Ltd., ihres Zeichens Japans größter Hersteller von Gegensprechanlagen und immerhin in der ersten Abteilung der Tokioter Börse gelistet.
Das iPhone gibt es bislang noch nicht in Japan. Die offizielle Markteinführung ist im nächsten Jahr geplant. Von Apple und Aiphone waren bislang noch keine Kommentare zu dem aufkommenden Markenstreit zu vernehmen. Aiphone Co., Ltd., verfügt in Japan über mindestens 16 Marken “Aiphone”, angemeldet in den verschiedensten Klassen, wobei die Registrierungen 3021222 und -3 in Klasse 38 (Telekommunikation) und 3149659 und -60 in Klasse 42 (unter anderem Computersoftware) wohl die für Apple problematischsten Marken sein dürften.
Beide Namen werden in japanischer Lesung gleichermaßen aihôn ausgesprochen. Angesichts der enormen Rolle, die Mobiltelefone im japanischen Alltag spielen, und angesichts der Tatsache, dass Apples Beliebtheit in Japan in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen ist, dürfte Steve Jobs ein starkes Interesse daran haben, sich vertieft mit der Kunst der japanischen Verhandlungstechnik zu befassen.
Schlagwörter für diesen Artikel:
Apple, iPhone, Japan, Marken, trademarks


